Laufen und Selbstmanagement

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Rund um Dortmund – mein erster 100 km Lauf am 20.07.2013

Irgendwie dachte ich die ganze Zeit, der 100 km Lauf „Rund um Dortmund“ der Endorphinjunkies sei ausgebucht und so verschwendete ich keinen Gedanken an diesen Ultra.

Ich hatte für den 20.07. eigentlich den Silvretta 3000 ins Auge gefasst, das aber aufgrund einer Dienstreise am darauf folgenden Wochenbeginn verworfen, denn die Zeit mit meinen Kindern ist mir wichtiger. Umso erfreuter und überraschter war ich, als per E-Mail eine Einladung zum „Rund um Dortmund“ herein flatterte.

Ich verschob die Zusage fast bis zum letztmöglichen Zeitpunkt, da ich mir nicht sicher war, ob ich diese Strecke schaffe. Mattin von den Endorphinjunkies redete mir aber gut zu und gab mir den Tipp, mich der schnellen Gruppe anzuschließen.

Es folgten 6 nervöse Tage. Am Samstag (20.07.13) stand ich dann pünktlich um 4:40 am Startpunkt Freischütz Schwerte. Nach einer kurzen Einweisung und Übergabe des Laufpasses ging es pünktlich um 5:00 Uhr los.

Gelaufen wurde im Uhrzeigersinn rund um Dortmund auf einem markierten Rundweg, der nur kurz vor dem Ende verlassen wurde, um die 100 Kilometer voll zu machen.

Die erste Etappe liefen alle Starter zusammen und nach drei Stunden und 21,5 hügeligen Kilometern kamen wir am ersten Verpflegungspunkt an. Dort wurde erst einmal gefrühstück und wegen des zwar nicht heißen aber durchaus schwülen Wetters ordentlich Flüssigkeit getankt.

Danach teilten sich das Läuferfeld in eine Gruppe ohne (= weniger) und eine Gruppe mit (mehr) Gehpausen, wobei an jeder Verpflegungstelle Läufer aus- oder einsteigen konnten, die nur eine oder mehrere Etappen laufen wollten.

Es folgte eine kurze Etappe (16 km) von Krukel bis zum Haus Dellwig, die problemlos verlief. Leider mussten dort 2 der begleitenden Endorphinjunkies aussteigen, und so musste der letzte übrig gebliebene „Junkie“ Daniel, der zwei Wochen vorher seinen ersten 100er gemacht hat, uns weiter führen (was er auch tapfer bis ins Ziel tat).

Zu neunt ging es dann auf die nächste Etappe, die zwar auch nur 18,5 Kilometer lang war, auf der ich aber ab der Hälfte mit müden Beinen und lange nicht mehr da gewesenen Knieschmerzen zu kämpfen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht sicher den Lauf zu beenden.

An der Autobahnauffahrt Mengede machten wir eine größere Mittagspause (über 20 Minuten) mit Suppe und Milchreis und vielen verschiedenen Kleinigkeiten und diversen Getränken (von alkoholfreiem Bier bis zur Cola war alles vorhanden; die „Kurzen“ erwähne ich hier nicht!). Meine 3 Liter Trinkblase war inzwischen auch fast leer und musste gefüllt werden.

Die nächste Etappe war mit 23 Kilometern die längste. Erstaunlicherweise fiel mir das Loslaufen ziemlich leicht. Ein Kollege trat leider nicht mehr an. Die Etappe führte bis nach Lanstrop teilweise auf Strecke des JAM2013 und der Einbruch, auf den ich die ganze Zeit wartete, blieb aus. Wir blieben die ganze Zeit ziemlich zusammen; sobald einer etwas abfiel, wurde das Tempo angepasst.

An der letzte Verpflegungsstelle, die nur noch einen Halbmarathon vom Ziel entfernt war, war ich mir ziemlich sicher, dass ich die 100 Kilometer schaffe. Die Beine waren schwer und die herauskommende Sonne machte die Aufgabe zwar nicht leichter, aber ich hatte den Eindruck, dass es uns allen so ging. Ein Brunnen brachte noch etwas Kühlung und nach einem vom Ziel wegführenden „S“ in Holzwickede ging es, schon lange einstellig, auf die letzte Kilometer.

Gemeinsam liefen wir acht nach 13:30 Stunden brutto ins Ziel, mit der zweiten Gruppe kamen 2 Stunden später noch einmal acht ins Ziel. Dort gab es Wurst und Frühlingsrollen vom Grill und natürlich wieder viele leckere Kleinigkeiten.

Ich bin froh, dass ich in dieser tollen Gruppe mit vielen gestandenen Ultraläufern und einem weiteren „Frischling“ meinen ersten 100er laufen durfte, und das auch noch so heimatnah. Es wird bestimmt nicht mein einziger bleiben.

Danke Endorphinjunkies, wir werden uns wiedersehen!

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