Laufen und Selbstmanagement

Alles was gut tut und mehr

Ein bewegtes Laufjahr 2013

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Wollte ich doch eigentlich 2013 als Startjahr meiner Utrakarriere wissen, hat mich die 3:01 2012 in Frankfurt doch noch dazu bewegen können, einen Angriff auf die 3 Stundengrenze zu planen.

Das Jahr begann aber, wie 2012 aufhörte. Mit Muskelproblemen im linken hinteren Oberschenkel und mit einem Marathon der Endorphinjunkies, der auf Schnee begann und nach Einsetzen des Regens immer glatter wurde. So lief ich beim JAM im Januar 2013 nur den Marathon und keinen Ultra.

Ende April sollte dann die 3 Stundengrenze beim Düsseldorfmarathon fallen. Das scheiterte jedoch, trotz einer guten Vorbereitung, kläglich. Die Oberschenkelverletzung taugt hier nicht als Ausrede, sie war bei meiner Bestzeit auch schon da. Der Düsseldorfmarathon hat mir auch sonst noch weniger gefallen als die Jahre vorher, ich werden ihn in nächster Zeit bestimmt nicht mehr laufen.

Anfang Juni sprintete ich spontan und unvorbereitet 10 km beim Ruhrstadtlauf in Schwerte. Bei 28 Grad waren die irgendwas um die 41 oder 42 Minuten auf dem verwinkelten Kurs wohl in Ordnung.

Am 30.06. lief ich dann beim LIDOMA IV, einem tollen Event, das von Laufen-in-Dortmund.de ausgerichtet wird. Es lohnt sich übrigens die Laufvideos von Frank Pachura vom Laufen-in-Dortmund Team zu schauen.

Eine Woche vor den „100 km Rund um Dortmund“ der Endorphinjunkies am 20. Juli erfuhr ich, dass es noch freie Startplätze gibt. Nach kurzer Überlegung meldete ich mich an, machte noch einen 35 km Testlauf und bestellte mir einen Trinkrucksack mit 3-Liter Blase. Mein erster 100er klappte erstaunlich gut und war das Highlight der 2013 Saison. Vergessen war das Scheitern in Düsseldorf.

Mit diesem Lauf wurde der Wechsel in Richtung Ultra dann doch endgültig vollzogen. Der Oberschenkel machte auch immer noch Probleme, vor allem bei schnellem Intervalltraining.

Nur 5 Wochen nach dem 100er lief ich mit Thomas Pagenkämper „Rund um Ennepetal“, einen Ultra mit 54 km auf wunderschönen Wegen, der aus 5 Teilabschnitten besteht, die auch einzeln gelaufen werden können. Für Thomas war es der erste Ultra. Eine Woche vor diesem Lauf war der Oberschenkel schlimm wie nie zuvor, aber eine gute Physiotherapie hat mich wieder so hinbekommen, dass der Lauf relativ problemlos klappte.
Ein kleine Randbemerkung: Es war ein Gruppenlauf und auch, wenn es auf einem der existierenden Videos anders aussieht, es gab keinen Sieger.

Am 27.10. kam wieder ein nicht ganz so guter Lauf, der Röntgenlauf (63,3 km). Bis kurz nach dem Marathon lief es spitze und ich war auf Kurs „neue Bestzeit“. Der böige Wind machte mir weniger aus als befürchtet. Allerdings habe ich getrunken wie immer beim Röntgenlauf und habe in meiner Euphorie wohl nicht bedacht, dass es 10 Grad wärmer war als in den Vorjahren. Und so kam was kommen musste – starker Schwindel, Übelkeit und Krämpfe in den Oberschenkeln quasi zeitgleich ab ca. 45 Kilometern. Was für ein Anfängerfehler! Ich schleppte mich zum nächsten Verpflegungspunkt und nach einem Liter ISO waren Kreislaufprobleme und Schwindel schnell vergessen, die Krampfneigung blieb aber und wurde erst drei Kilometer vor dem Ziel besser. Die Zeit war dann auch 12 Minuten langsamer als meine Bestzeit. Dafür traf ich viele Laufbekannte, die mich alle ab Kilometer 50 überholten. Begeistert hat mich, dass einer der Fahrradbegleiter, der merkte, dass es mir nicht so gut ging, bis ins Ziel neben mir hergefahren ist.

Den Lauf hatte ich über vier Wochen in den Beinen. Aber wenigstens waren die Oberschenkelprobleme nach 18 Monaten endlich deutlich besser.

Der Dezember hatte dann noch Platz für zwei Marathons, den Glühweinmarathon am 08.12. und erstmals den Eulenkopflauf am 29.12.13. Der Eulenkopflauf ist ein Lauf in Wuppertal und hat 960 Höhenmeter (880 lt. meiner Ambit 2). Es gibt Asphaltanteile, klassische Waldwege, aber auch richtige Crosspassagen. Eine besondere Gemeinheit sind die letzten 4 Kilometer. Bis dahin ist endlich die Zielhöhe wieder ereicht, nachdem es nach dem Start erst einmal satt bergab geht, nur um erst noch einmal über 150 Höhenmeter ins Tal zu rasen, die dann auf den letzten 2 Kilometern auch wieder aufgestiegen werden müssen. Der Höhepunkt ist aber das anschließende Bad im beheizten Freibad am Ziel.

Fazit:

Obwohl ich die beiden als Saisonhöhepunkte geplanten Läufe verhauen habe,  bin ich mit dem Laufjahr sehr zufrieden. Total sind lt. Endomondo 4766 Kilometer zusammen gekommen, da Endomondo auf dem HTC One aber viel zuwenig misst und ich nicht alle Einheiten korrigiert habe, vermute ich eher etwas um die 4800 Kilometer (2012 4200 km, 2011 3900 km). Das Anrennen gegen die 3 Stundengrenze habe ich aufgegeben. Dafür möchte ich 2014 neue Grenzen überwinden und mehr Wettkampfkilometer machen.

 

 

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