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Mein Laufjahr 2011 – Ein Rückblick

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Das Jahr ging äußerst unglücklich mit einem Bandscheibenvorfall  im HWS-Bereich am 2.1.2011 los. Genau dieser Umstand hat aber vermutlich zu den Bestleistungen in diesem Jahr geführt. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass gegen die Schmerzen genau 2 Dinge helfen, und zwar Physiotherapie und laufen, je weiter oder schneller desto besser. Ich vermute, für den Lendenwirbelbereich wird das nicht gelten!

Um den dauernden Schmerzen wegzulaufen, habe ich schon im Januar 6 Trainingseinheiten pro Woche absolviert und auch schon mit langen Läufen begonnen. Laut Trainingstheorie ist das eigentlich kompletter Unfug und führt nur zu Verletzungen aber nicht zu Leistungsverbesserungen.

In der Marathonvorbereitung auf den Düsseldorf-Marathon hatte ich anfangs dementsprechend schwere Beine und bin den 10 km Trainingswettkampf mit über 42 Minuten im Schneckentempo gelaufen. Erst ab dem Halbmarathon zur Mitte der Vorbereitung (1:29) ging es steil bergauf. In Düsseldorf habe ich dann trotz Temperaturen deutlich über 20° meine Bestleistung um 5 Minuten verbessert.

Es folgten 2 Wochen sehr reduzierter Aufwand, danach wieder 5-6 Einheiten die Woche und auch wieder lange Einheiten. In dieser Zeit fingen leichte Leistenprobleme an, die sich erst in den letzten Tagen gebessert haben (ich dehne seit ca. 2 Wochen die Adduktoren).

Im Wissen, dass ich die vielen Kilometer des Jahres so gut weg gesteckt habe, kamen in der Vorbereitung (August – Oktober 2011) auf den Röntgenlauf noch einmal einige Kilometer oben drauf; die meisten Vorbereitungswochen waren deutlich über 100 km lang und auch noch recht hügelig. Zusätzliche Trainingsimpulse erhielt ich durch das Einbinden von Geocaching in die Laufeinheiten.

Wie beschreiben lief der Röntgenlauf sehr gut. Die komplett lauffreie 2-wöchige Pause im Anschluss bekam mir jedoch nicht so gut. In der 2. Woche schrie mein Kreislauf nach Bewegung, die ich ihm jedoch vorenthielt.

Seit Mitte November bin ich wieder im Training mit anfangs 3-4 Einheiten und schweren Beinen. Erst mit der Steigerung auf 5-6 Trainingseinheiten in den letzten 2 Wochen verschwindet die Müdigkeit in den Beinen allmählich. Die Bandscheibe ist die letzten Monaten fast durchgehend schmerzfrei. Sie hat mich weder einen Trainings- noch einen Arbeitstag gekostet.

4000 km sind 2011 aufgeLAUFEN. Da ich jetzt weiß, dass ich diese Umfänge verkrafte, hoffe ich auf diesem Niveau verletzungsfrei durch 2012 zu kommen und bei vielleicht besseren Temperaturen die Marathonbestzeit noch etwas näher an die 3 Stundengrenze zu bringen.

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