Laufen und Selbstmanagement

Alles was gut tut und mehr

Frankfurt Marathon am 28.10.2012

| Keine Kommentare

Mein 24. Marathon verschlug mich zum 3. mal nach Frankfurt. Wie immer war hier alles perfekt organisiert. Mit dem Pendelbus ging es sofort zur Frankfurter Messe, die Startnummernabholung und die Kleiderbeutelabgabe lief gewohnt professionell. Lediglich die Duschen danach waren dieses Mal  etwas drucklos, teilweise blieben die Kabinen auch ganz trocken.

Der Kurs ist immer für eine Bestzeit gut, da er zu den flachsten Strecken gehört, die ich kenne. Die spannende Frage war dieses Mal, wie sich das Wetter auswirkt. Bei einer Temperatur zwischen 2 und 4 Grad war meine Lieblingsausrede „es war zu warm“ von Beginn an hinfällig. Heiß diskutiert wurde schon vor dem Lauf die Kleiderwahl. Nach einem kurzen Testlauf am Vortag entschied ich mich für zwei kurzärmelige T-Shirts übereinander, eine kurze Hose und dünne Handschuhe (ja, ich weiß, das sieht bekloppt aus), die ich nach 15 Kilometer auszog, was ich allerdings mit bitterkalten Finger bezahlte.

Ich startete genau zwischen den 3:00 und 3:15 Zugläufern, da ich mir eine < 3:10 bei einer Bestzeit von 3:10:23 nach guten Trainingsleistungen fest vorgenommen hatte. Heimlich spekulierte ich darauf, die 3:05 zu unterbieten. Es fing super an und die Kilometerzeiten bewegten sich bis km 25 fast durchweg unter 4:15 min, so dass ich sogar bis auf 20 Meter an die 3:00 Stundengruppe heranlief. Irgendwo zwischen 25 und 30 Kilometer konnte ich das Tempo nicht mehr ganz halten. Einen totalen Einbruch konnte ich zum Glück verhindern. Ich zwang mich dazu, den Puls nicht abfallen zu lassen, und war nach 30 Kilometern (fast) sicher, unter die 3:10 zu kommen, nach 38 Kilometern deutete alles auf eine Zeit unter 3:05 hin. Mit einem „Schlussspurt“ gelang es mir sogar noch die 3:02 um 3 Sekunden zu unterbieten.

3 Gründe habe ich für die 8,5 minütige Verbesserung ausgemacht:

  • Die kalten Temperaturen liegen mir viel besser als Wärme, auch wenn 10 Grad vermutlich noch besser gewesen wären
  • Ich habe im Wochendurchschnitt nur ca. 95 bis 100 Kilometer gemacht, die schnellen Einheiten dafür intensiver als in der Vergangenheit
  • Da ich nicht richtig zählen kann, hat dieser Plan 13 Wochen anstatt der vorgesehen 12 gedauert

Ich hoffe, ich ziehe für die nächsten Vorbereitungen die richtigen Schlüsse. Meinen geplanten kompletten Umstieg auf die Ultras werde ich wohl erst einmal verschieben. Das Ziel, die 3 Stunden zu unterbieten, wirkt auf einmal sehr real.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.